Fund des Monats

Präservativ aus der Ackerkrume

Das Bild zeigt eine Hälfte der Kondomdose aus Rehburg. Im September wurde der Kommunalarchäologie ein ungewöhnlicher Fund gemeldet, der bei einer nicht genehmigten Begehung mit der Metallsonde auf landwirtschaftlicher Nutzfläche, südlich des Bielohwegs, in der Stadt Rehburg-Loccum (Ldkr. Nienburg/Weser) gemacht wurde. Es handelt sich um Ober- und Unterteil einer etwa 40 mm durchmessenden Aluminiumdose. In der Mitte der Dose ist ein gleicharmiges Kreuz mit breiten Balken geprägt, das vermutlich für das grüne Kreuz steht. Ein geprägter Schriftzug liest: „Hygienischer Gummi gegen Infektion“...

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Mittelalterliches Pilgerzeichen

Vorderseite des mittelalterlichen Pilgerzeichens aus Auetal-Poggenhagen. Bei der Begehung einer landwirtschaftlichen Nutzfläche mit der Metallsonde förderte Th. Kuhlmann ein mittelalterliches Pilgerzeichen zu Tage. Die kleine, aus einer Blei-Zinn-Legierung gegossene Plakette ist 54,5 mm hoch, 29,7 mm (und mit Ösen: 40,2 mm) breit und weist eine Dicke von 1,82 mm auf. Das Gewicht des Pilgerzeichens beträgt 18,85 g. Auf der Vorderseite ist der Heilige Servatius dargestellt. Er ist im Profil mit Heiligenschein nach links blickend als Bischof mit Bischofsstab und Schlüssel abgebildet. Vier Ösen,...

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Tuchplombe aus Osnabrück

Eine nahezu vollständig erhaltene Stiftplombe (Dm. 33,4 mm, Gew. 29,5 g) kam bei einer Metallsondenprospektion in der Flur „Vor dem Escherberge“, zwischen Gut Wormsthal und Escher in der Gemeinde Auetal (Ldkr. SHG) zu Tage. Eine Seite zeigt das sechsspeichige Osnabrücker Rad, die andere Seite die Zahl 49. Es ist anzunehmen, dass es sich bei der Plombe um eine Tuchplombe für Osnabrücker Wolltuch handelt. Bei der Zahl 49 kann es sich um eine Mengenangabe, ein Qualitätsmerkmal oder eine Herstellerkennziffer handeln.Die Wollweber der Stadt Osnabrück waren in der Großen Rosenstraße ansässig. Hier...

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