Kunstprojekt „Fahnenwehen“

Kunstprojekt „Fahnenwehen“

Mit dem Kunstprojekt „Fahnenwehen“ möchte die Schaumburger Landschaft in Kooperation mit der Stadt Bückeburg der bildenden Kunst im öffentlichen Raum neue Sichtbarkeit verleihen. Von April bis Oktober 2026 werden zehn künstlerisch gestaltete Fahnen in der Bückeburger Fußgängerzone gehisst. Losgelöst von gesellschaftlichen Kontexten und Funktionen, sollen die Fahnen Leichtigkeit und Bewegung in sich tragen. Durch ihre transluzente Materialität entstehen in Wechselwirkung mit Sonne, Wolken und Wind lebendige Farbspiele und sich ständig wandelnde Perspektiven. In ihrer bunten Abfolge im Straßenverlauf und im Zusammenspiel unterschiedlicher Temperamente, Techniken und Farben verweisen sie zugleich auf die Vielfalt künstlerischen Lebens im Schaumburger Land.

Auf eine entsprechende Ausschreibung haben sich bis zum 31. Dezember 2025 44 Künstlerinnen und Künstler bzw. gestalterisch tätige Personen beworben, die im Schaumburger Land leben, hier geboren sind oder einen Bezug zur Region haben. Eine Fachjury, bestehend aus den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Kunst der Schaumburger Landschaft, Gudrun Frommhage, Antje Langner, Thomas Ritter und Peter Weber, haben aus den Bewerbungen zehn Motive ausgewählt, die mit starker Fernwirkung und heiterem Charakter im Stadtbild eine ebenso überraschende wie positive Atmosphäre schaffen.

 Nachstehend stellen wir Ihnen die Fahnen der ausgewählten Künstlerinnen vor.

 

Bettina Bradt

Bettina Bradt

Ein fotografisches Motiv, das sofort für sich gewinnt. Wer unterliegt nicht der Faszination von Sternschnuppen oder sommerlichem Feuerwerk? Es fällt ein intensives Leuchten hinab ins Dunkel. Wie in einer Langzeitbelichtung regnet es Farbspuren und ein Licht geht auf, schafft Raum für pure Freude, reinen Sehgenuss.

Vanessa Hain

Vanessa Hain

Vanessa Hain zeigt ein Fahnenmotiv, das in seiner sommerlichen Leichtigkeit und Verspieltheit den Eindruck gemalter Poesie pure erweckt. Spontane, ineinandergreifende Pinselspuren, in einer breiten Palette lichter, lebhafter Farben gehalten, geben dem Bildausschnitt Leben und Bewegtheit. Darüber ist ein leichtes Dripping gelegt, das den Bildeindruck festigt und Tiefe verleiht. Dem Credo der jungen Künstlerin, mit ihrer Kunst „Leichtigkeit und Freude“ vermitteln zu wollen, hat sie in dieser Arbeit überzeugend entsprochen.

Esther Hansen

Esther Hansen

Mit einem geflügelten Wagen, vielleicht Platons Seelenwagen, geht es hinauf in die Welt der Ideen, ein locker skizzierter Kopf erscheint, halb frech, halb träumend. Darüber eine moderne Venus, umrisshaft, grau, zum Kopf hin abbildhaft sich zeigend. Selbstbewusst blickt sie zum Betrachter herüber, Zeichen einer Selbstwerdung, Individuation. Alles Figurative ist eingebettet in farbige Spuren und Einsprengsel aus kühlen Tönen in der Tiefe hin zu warmem Gelb und Ocker in der Zone des Weiblichen. Es gibt viel zu sehen, viel zu entdecken in diesem komplexen Werk, das die Betrachtenden beansprucht, aber auch assoziative Freiheiten lässt.

Iris Könemann

Iris Könemann

Das Fahnenmotiv vermittelt in seiner effektvollen Ausschnitthaftigkeit die Unbeschwertheit eines Sommertages und führt dabei den regionalen Bezug durch den ikonischen Bogen des Sprungturms sofort vor Augen. Unkonventionell wird die Komposition mit einem Sprung ins kühle Nass eröffnet. Dahinter ziehen Schwimmerinnen und Schwimmer ihre Bahnen, bringen Bewegung in die Wasserfläche, lassen sie lebendig aufleuchten. Darüber, kompakter nun, liegt ein Streifen Grün unter einem blau-weißen Sommerhimmel. Ein heiteres Bild, das Bückeburger Lebensfreude vermittelt.

Uta Niehues

Uta Niehues

Die Arbeit wirkt wie ein Ausschnitt aus einer Comicstory. Wem galt die süße Fracht, die nun zur Bestürzung der „Himmelsstürmerin“, so der Titel, hinab zur Erde purzelt? Wer ist dort auf welcher Mission an Bord des Fliegers beisammen? Jeder mag sich seinen eigenen Reim darauf machen oder in der Betrachtung der verlockenden Fracht verweilen, die ihm in Pink und Himmelblau zuckersüß in den offenen Mund fällt. Auch wenn hier Schwerkraft waltet, bleibt die Szene doch bar aller Erdenschwere – ein Motiv, wie geschaffen für ein sommerliches Fahnenwehen.

Hedwig Oeldig

Hedwig Oeldig

Der tiefe Horizont des Bildes lässt den Blick in die Höhe schweifen. Ein Blick, der dominiert wird von zwei Pinienstämmen, die, in Korrespondenz zum gestreckten Format, emporstreben, um sich in schattenhaft blauer Schwärze ihrer Kronen zu vereinen. Im Hintergrund reiht sich weiteres lichtes Gehölz, nunmehr in hellen Grüntönen gehalten, vor sommerlichem Himmelsblau. Südliche Sommertage – Reiseeindrücke sind eine wichtige Inspirationsquelle der Künstlerin. Das Bild lädt die Betrachtenden ein, eigene Erinnerungen beizutragen. Es ist handwerklich souverän gestaltet. Aus lebhaften, flächigen Strichlagen heraus entwickelt sich ein stimmiger Zusammenhang, der Leben und Atmosphäre verleiht.

Vera Pawelzik

Vera Pawelzik

Der Entwurf Vera Pawelzicks bedient sich einer ungegenständlichen, konstruktiven Formensprache. Auf den zweiten Blick offenbart er Bückeburger Bezüge, etwa die Haube des Schlossturms, die Kuppel des Mausoleums, der Sprungturm des Bergbades, bis hin zu den roten Knöpfen der Bückeburger Tracht, was zu figurativen, anthropomorphen Anklängen wie Kopf oder Arm überleitet. Die formale Abstrahierung und Verschmelzung von Ding- und Menschenwelt mündet letztlich wieder in die Ausgewogenheit einer streng symmetrisch gebauten, zugleich spielerisch wirkenden Komposition, die ein formales Eigenleben führt im Verein mit einer delikaten Farbgebung.

Tania Smolka

Tania Smolka

Das Motiv greift die alte künstlerische Tradition des Wolkenbildes auf und bringt es zwischen naturalistischer Anschauung und malerischer Abstraktion zum Leuchten. Hauchzartes Gewölk schwebt vor einem kräftigen Blau des Himmels herein, um sich alsbald aufzulösen und zu einem lichten grauen Grund herabzusinken. In ihm werden nunmehr feine Rinnsale als Spuren eines malerischen Prozesses sichtbar. Und wandert der Blick zurück zu den Wolken, zeigt sich auch hier eine unterschwellige Intervention, die die Tiefe des Himmels auf den Malgrund zurückverweist. Ein Schweben stellt sich ein, eine luftige Welt, die das Fahnenwehen in sich selbst verkörpert.

Maximiliane Spieß

Maximiliane Spieß

Das Bild zeigt ein buntes Kaleidoskop Bückeburger Motive einerseits, eine klare Rasterung und Farbbeschränkung andererseits. Das lädt zum Entdecken ein, vielleicht auf den Spuren einer mittig auftauchenden Figur wie aus frühen Popart-Zeiten. Mit ihr kann die Reise gehen vom architektonischen Relikt der manieristischen Stadtkirche bis hin zur Eiswaffel, in der Fußgängerzone erstandenen. Motive, die jeweils ihre eigene Bildsprache besitzen und eigene Beziehungen eingehen. Unübersehbar stammt das alles aus dem großen Erfahrungsschatz der Künstlerin als Designerin und Illustratorin.

Lisa Starke

Lisa Starke

Das Fahnenmotiv der Künstlerin, groß geworden mit „Witz, Wärme und Lebensklugheit“ der plattdeutschen Sprache, ist ein echter Hingucker. In seiner frontalen Nahsicht und seinen plakativ eingesetzten Farbkontrasten zeigt es ein surreal anmutendes Szenario von hoher, durchaus provokativer Präsenz. Die unkonventionell gewandete, damit offenbar „nach Neuem trachtende“ Person bleibt zu Häupten verhüllt von einer mohnblütenartigen Kreation, auf der sich zwei (Friedens)Tauben niedergelassen haben. Die Sicht bleibt der Person versperrt. Ist ihr vom Zustand dieser Welt schwindelig, „twilsch in‘n Koppe“? Eine Befindlichkeit, die hier verblümt wie unverblümt auf den Punkt gebracht wird und den Reichtum dieser Sprache aus seiner vermeintlich angestaubten Ecke holt.

Bericht VGH-Tagung

Tagung „Feuer – Wasser – Sturm…
275 Jahre Sicherheit im Wandel“

Eine Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen (ALLviN) anlässlich des 275-jährigen Jubiläums der Landschaftlichen Brandkasse/VGH

Dr. Leo Götz v. Olenhusen, Vorsitzender der Aufsichtsräte der VGH Versicherungen, begrüßte rund 120 Gäste der wissenschaftlichen Tagung zur Geschichte der Landschaftlichen Brandkasse VGH und dankte der Arbeitsgemeinschaft der Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen (ALLviN) für die Ausrichtung der Veranstaltung anlässlich des 275-jährigen Jubiläums der Landschaftlichen Brandkasse/VGH.

(Foto: Michael Löwa)

Dr. Heiko Blume, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen (ALLviN), betonte in seinem Grußwort die historische wie gegenwärtige Einzigartigkeit der Historischen Landschaften als Träger der Landschaftlichen Brandkasse, die eng mit den Landschaftsverbänden verbunden sind. Der VGH dankte er für die generöse Unterstützung der Landschaftsverbände und für die Gastfreundschaft.

(Foto: Michael Löwa)

PD Dr. Lu Seegers, Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft, verwies in ihrer Einführung auf den engen Zusammenhang von Gesellschaft und Individuum und Versicherung, die durch Vorsorge, Prävention und Absicherung stets auf die Zukunft des Einzelnen wie von Kollektiven gerichtet sei. Die VGH sei als öffentlicher Versicherer und traditionsreiches Unternehmen stets seiner Geschichte als auch dem Gemeinwohl verpflichtet gewesen. Vor diesem Hintergrund erläutert PD Dr. Seegers die vielfältigen Forschungspotentiale, die sich aus dem engen Nexus zwischen der regional verankerten VGH und den Menschen in Niedersachsen ergeben.

(Foto: Michael Löwa)

Prof. Dr. Eckart Conze, Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neuste Geschichte an der Universität Marburg und Mitbegründer der Historischen Sicherheitsforschung, identifizierte in seiner Keynote „Die Suche nach Sicherheit. Versicherung und Verunsicherung in der Welt der Moderne“ die immer wieder neue Suche nach Sicherheit als wirkmächtigen Orientierungshorizont moderner Gesellschaften. In seinem Vortrag verkoppelte Prof. Dr. Conze Sicherheitsdenken und Sicherheitspolitik mit Vorstellungen der Gestaltbarkeit und Berechenbarkeit von Zukunft und erklärte den Aufstieg des modernen Versicherungswesens aus diesem Denken. Zugleich thematisierte er die Wechselbeziehung von Unsicherheitswahrnehmungen und Sicherheitsversprechen.

(Foto: Michael Löwa)

Dr. Hans-Eckhard Dannenberg, Geschäftsführer des Landschaftsverbands Stade, moderierte die erste Sektion der Tagung mit dem Titel „Eine zündende Idee – Versicherung gegen Feuer und andere Katastrophen“, die einen weiten historischen Bogen von Gottfried Wilhelm Leibniz als Begründer des Versicherungswesens bis zur gegenwärtigen Versicherbarkeit klimabedingter Risiken zog.

(Foto: Michael Löwa)

Prof. Dr. Michael Kempe, Leiter der Leibniz Edition in der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek Hannover, behandelte in seinem Vortrag „Leibniz, das Versicherungswesen und politische Arithmetik“ die Frage, welche Bedeutung der Philosoph und Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz für die Entstehung des Versicherungsgedankens hatte. Dies führte er anhand der Vorstellung des Versicherungsprinzips, der Berechnung von Rabatt, Barwert und Zinseszinsverbot aus sowie am Beispiel von Demografie als neuer politischer Kategorie einer modernen „Biopolitik“ aus.

(Foto: Michael Löwa)

Prof. em. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer, Historisches Seminar der Leibniz Universität Hannover, zeichnete in seinem Vortrag „Die Vereinigte Landschaftliche Brandkasse. Versicherungs­geschichte im regionalen Kontext. Ein historischer Rückblick“ die Entstehung der Brandkasse der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft und ihre Entwicklung zur Landschaftlichen Brandkasse Hannover im 19. Jahrhundert im Verbund mit den weiteren Historischen Landschaften nach. Dabei ging Prof. Hauptmeyer auf die Vorbedingungen seit dem Späten Mittelalter ebenso ein wie auf Herausforderungen für das Versicherungswesen im Zuge der Industrialisierung ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

(Foto: Michael Löwa)

Prof. Dr. Nicolai Hannig, Leiter des Fachgebiets Neuere Geschichte und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Geschichte an der TU Darmstadt, verfolgte in seinem Vortrag „Grenzrisiken. Naturkatastrophen und Vorsorge seit 1800“ die These, dass Naturkatastrophen seit dem 19. Jahrhundert zunehmend als Grenzrisiken verstanden wurden – also als Risiken, die man im Prinzip für berechenbar hielt, deren tatsächliche Folgen jedoch immer wieder die bestehenden Sicherungssysteme überforderten. Dabei beleuchtete er erste Versuche im 19 Jahrhundert, Versicherungen gegen Überschwemmungen und ähnliche Gefahren zu entwickeln, analysierte den Einfluss großer Rückversicherungsunternehmen und untersuchte vor diesem Hintergrund das Naturgefahrengeschäft der Landschaftlichen Brandkasse Hannover. Insbesondere der Sturm „Quimburga“ am 13. November 1972 bedeutete eine erhebliche Belastung für die Versicherung.

(Foto: Michael Löwa)

Prof. Dr. Jörg Schiller, Inhaber des Lehrstuhls für Versicherungssysteme und Sozialwirtschaft an der Universität Stuttgart-Hohenheim, betonte in seinem Vortrag „Zur gegenwärtigen Versicherbarkeit klimabedingter Risiken“, dass Versicherungen wie die Landschaftliche Brandkasse/VGH seit mehr als 275 Jahren einen zentralen Beitrag zur Absicherung existentieller Risiken wie Feuer, Sturm oder Überschwemmung leisten. Allerdings verändern sich im Zuge des Klimawandels sowohl die Intensität als auch die Häufigkeit naturbedingter Gefahren – mit tiefgreifenden Konsequenzen für die Absicherung der Risiken. Prof. Dr. Schiller behandelte die Frage, inwieweit das bewährte Modell des Risikoausgleichs dementsprechend modifiziert werden müsste. Vor diesem Hintergrund diskutierte der Vortrag mögliche Anpassungsstrategien – von der Stärkung präventiver Maßnahmen über die Rolle der Rückversicherung bis hin zu staatlichen Eingriffen in Form von Pflichtsystemen oder Public-Private-Partnerships.

(Foto: Michael Löwa)

In der von der Fernsehjournalistin Christina von Saß moderierten Podiumsdiskussion erörterten neben Prof. Dr. Eckart Conze und Prof. Dr. Jörg Schiller, der Vizepräsident des Niedersächsischen Landesfeuerwehrverbands, Klaus-Peter Grote, der Vorstandsvorsitzende der VGH Versicherungen, Dr. Ulrich Knemeyer, und der niedersächsische Minister für Verkehr, Wirtschaft und Bauen, Grant Hendrik Tonne gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen für Wirtschaft, Gesellschaft und Versicherungswesen – auch und gerade in Anbetracht des Klimawandels. Flexible Anpassungen und Neuformierungen von Absicherungskonstellationen – darin waren sich die Diskutanten einig – seien künftig notwendig in enger Verzahnung von Staat, Versicherungswirtschaft und Gesellschaft.

(Foto: Michael Löwa)
(Foto: Michael Löwa)

Dr. Ulrich Knemeyer, Vorstandsvorsitzender der VGH (Mitte)

(Foto: Michael Löwa)

Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen

(Foto: Michael Löwa)

Klaus-Peter Grote, Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbands Niedersachsen

Die zweite Sektion „Landschaftliche Brandkasse und Provinzial Lebensversicherung im 20. Jahrhundert“ wurde von PD Dr. Lu Seegers moderiert.

Prof. Dr. Christopher Kopper, Historisches Seminar, Universität Bielefeld, erläuterte in seinem Vortrag „Lebensversicherung – Absicherung des Lebens?! Die Gründung und Entwicklung der Provinzial Lebensversicherung Hannover und neuer Versicherungssparten der Landschaftlichen Brandkasse Hannover nach dem Ersten Weltkrieg“ die Auswirkungen der (Hyper-)Inflation auf die Feuer- und Lebensversicherung im ländlichen Niedersachsen. Dabei zeichnete er ent­sprechende Anpassungsprozesse und Innovationsschübe nach wie etwa die Einführung der Neuwertversicherung und der Hagelversicherung bei der Landschaftlichen Brandkasse.

(Foto: Michael Löwa)

PD Dr. Roman Köster, Historisches Seminar, Universität der Bundeswehr München, gab in seinem Vortrag „Die Landschaftliche Brandkasse und Provinzial Lebensversicherung im Nationalsozialismus“ einen Überblick über die Entwicklung der Versicherungswirtschaft im „Dritten Reich“ und den aktuellen Forschungsstand. Anschließend erörterte er anhand der Landschaftlichen Brandkasse und der Provinzial Lebensversicherung, wie sich die nationalsozialistische Herrschaft auf die Arbeit und Geschäftsentwicklung öffentlicher Versicherungen auswirkte. Dabei beschrieb er die Personalpolitik und die persönliche „Verstrickung“ maßgeblicher Akteure, die sich in den beiden Unternehmen unterschied. Zudem erörterte er die Handlungsspielräume von Versicherungen an Beispielen wie der finanziellen Anforderungen durch den Vierjahresplan und der Behandlung jüdischer Versicherungsnehmer.

(Foto: Michael Löwa)

Prof. Dr. Martin Lengwiler, Professor für Allgemeine Neuere Geschichte an der Universität Basel, behandelte in seinem Vortrag „Die Versicherungsgruppe Hannover: Entstehung und Entwicklung eines Unternehmensnetzwerks ab 1957 im nationalen und globalen Kontext“ die Geschichte der Versicherungsgruppe Hannover seit dem Zusammenschluss zwischen Landschaftlicher Brandkasse und Provinzial Lebensversicherung. Dabei analysierte er die Etappen der Unternehmensgeschichte – von der internen Konsolidierung und dem Wachstum in den 1950er und 1960er Jahren, über den Ausbau von Kooperationen in den 1970er und 1980er Jahren u.a. im Sparkassensektor und mit der Öffentlichen Versicherung Bremen. Das Wachstum durch Neugründungen und Beteiligungen seit den 1990er Jahren stellte Prof. Dr. Lengwiler u.a. anhand der Gründung der Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalt vor. Die Geschichte des Unternehmensnetzwerks bettete er dabei in übergeordnete Entwicklungen wie die Deregulierung des Versicherungsmarktes seit den 1990er Jahren ein.

(Foto: Michael Löwa)

Die dritte und letzte Sektion der Tagung „Für alle Fälle – Absicherung im Lebenszyklus“ wurde von Dr. Hans-Eckhard Dannenberg moderiert.

Prof. Dr. Christopher Neumaier, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschungen, Potsdam (ZZF), konstatierte in seinem Vortrag „Familien im Fokus von Versicherungen. Absicherung sozialer und finanzieller Risiken im 20. Jahrhundert“, dass der umfassende Schutz für Familien durch ein Bündel von Versicherungspaketen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein wichtiges Geschäftsfeld der VGH war. Am Beispiel der Ausbildungs-, Aussteuer-, Lebens- und Unfallversicherung zeigte Prof. Neumaier, auf welche Weise die Landschaftliche Brandkasse und die Provinzial Lebensversicherung Familien als Versicherungsnehmer adressierten. Das Leitbild der bürgerlichen Kleinfamilie, basierend auf einem männlichen Ernährer-Modell, blieb dabei bis in die 1980er Jahre dominierend. Seit den 1990er Jahren wurden Frauen nicht mehr nur als Mütter und Kundinnen, sondern verstärkt auch als Fachkräfte angesehen, die gezielt gefördert wurden.

(Foto: Michael Löwa)

PD Dr. Winfried Süß analysierte in seinem Vortrag „Richtig richtig alt werden. Der Boom der privaten Altersvorsorge seit den 1990er Jahren“ den grundlegenden Wandel der deutschen Alterssicherung seit den 1990er Jahren. Mit dem Altersvermögensgesetz (2001), dem Rentenversicherungs-Nachhaltigkeitsgesetz (2004) und der schrittweisen Anhebung der Regelaltersgrenze (2007) vollzog die rot-grüne Bundesregierung einen historischen Paradigmenwechsel – weg von der staatlichen Lebensstandard-Sicherung, hin zur mehr Eigenverantwortung des Individuums. Vor diesem Hintergrund beleuchtete PD Dr. Winfried Süß die Riesterrente als Geschäftsfeld der VGH.

(Foto: Michael Löwa)
(Foto: Michael Löwa)

Dr. Ulrich Knemeyer dankt den Teilnehmenden der Tagung.

Wilhelm-Busch-Preisträger 2026

Wilhelm-Busch-Preis 2026

Wenig Zeichnung, viel Humor!
Der Comiczeichner Nicolas Mahler erhält den Wilhelm-Busch-Preis 2026

Der Wiener Comiczeichner und Illustrator Nicolas Mahler wird mit dem diesjährigen Wilhelm-Busch-Preis für satirische und humoristische Zeichenkunst und Versdichtung ausgezeichnet. Der Wilhelm-Busch-Preis wird alle zwei Jahre von der Stiftung Sparkasse Schaumburg, der Schaumburger Landschaft und den Schaumburger Nachrichten verliehen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Wilhelm Busch gilt als Wegbereiter des modernen Comics. Jahrzehntelang lebte und arbeitete er in seinem Geburtsort Wiedensahl in Niedersachsen. Seine Zeichnungen und sein brillanter Sprachwitz sind bis heute beeindruckend. Der Wilhelm-Busch-Preis würdigt im deutschsprachigen Raum Autorinnen und Autoren, die sich in ihrer Arbeit der künstlerischen Qualität und der Tradition Wilhelm Buschs verbunden und verpflichtet fühlen. Dabei sind nicht nur deren Fähigkeiten als satirische Erzähler gefragt, sondern vor allem auch eine ästhetisch-hochwertige Zeichenkunst. Bisherige Preisträger waren Robert Gernhardt, F.W. Bernstein, Vicco von Bülow (Loriot), Ernst Kahl, Franziska Becker, Hans Traxler, Ralf König, Isabel Kreitz und Mawil. 2024 hat Hilke Raddatz den Wilhelm-Busch-Preis erhalten.

Mit Nicolas Mahler zeichnet die Jury des Wilhelm-Busch-Preises einen international bekannten und höchst erfolgreichen Künstler aus.

Nachdem er bei der kunstakademischen Aufnahmeprüfung an der zeichnerischen Wiedergabe eines Wasserglases mit Löffel gescheitert war, begann Nicolas Mahler, der 1969 in Wien geboren wurde, seine Zeichenkarriere. Zu Beginn, Ende der 1980er Jahre, zeichnete er Comicstrips für Zeitschriften und Zeitungen. Die auftragsschwachen 1990er Jahre überwand er durch Arbeiten als Illustrator für Wirtschaftsmagazine und Schul- und Kinderbücher. Mit dem „KABINETT für Wort und Bild“ schuf Nicolas Mahler 2003 gemeinsam mit den Zeichnern Rudi Klein und Heinz Wolf im Wiener Museumsquartier einen öffentlichen Platz für Comic und Artverwandtes. Seit 2006 firmiert dieser Ort als KABINETT Comic Passage. Mahlers Bekanntheit steigerte sich ab den späten 1990er Jahren, als er seine Werke auch im Ausland veröffentlichte. Besonders erfolgreich war das 2005 erschienene und 2008 ins Französische übersetzte Buch „L’art sans madame goldgruber – saillies“, eine persönliche Geschichte über seine Finanzbeamtin. Es markierte den Start einer steten Karriere. Werke von Nicolas Mahler wurden insgesamt bereits in 14 Sprachen übersetzt.

Nicolas Mahlers Humor ist zeitlos. Er besticht durch absurden Witz und skurrile Figuren und wirkt länderübergreifend. Begeisterte Anhänger finden sich weltweit, in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Belgien oder Nordamerika. Seit Ende der 1990er Jahre erscheinen Mahler-Strips in Zeitungen und Zeitschriften. In den mittlerweile über 60 Publikationen lässt er seine typischen Figuren auftreten, egal ob als „Flaschko, der Mann mit der Heizdecke“ (2002) oder „Akira Kurosawa und der meditierende Frosch“ (2023). Seine abgründigen Geschichten zwischen Autofiktion und reiner Erfindung erfreuen sich einer großen Leserschaft.

2011 begann Mahler als erster Comiczeichner auch für den deutschen Suhrkamp-Verlag zu arbeiten. Andreas Platthaus, Feuilleton-Redakteur der FAZ und Comicexperte, war Herausgeber der Comicreihe, und so entstanden die später weithin bekannten Literatur-Adaptionen. Klassiker der Weltliteratur von James Joyce bis Franz Kafka wurden adaptiert und mit dem Geist der Ironie angereichert. Mahler selbst spricht von „Verwurstung“ des literarischen Materials und betont, dass diese Werke keine Parodie seien. Er nimmt die literarischen Stoffe und verleiht ihnen Spannungsmomente, die auf neue Pointen zulaufen. Die Vorarbeit für derlei Literatur-Adaptionen ist umfassend, denn der Comiczeichner und akribische Forscher recherchiert und liest ein Jahr lang, bevor er mit dem Zeichnen beginnt.

„Ich denke weitaus mehr nach, als ich zeichne, das war auch eigentlich immer mein Ziel“, sagt Nicolas Mahler im Interview mit dem Suhrkamp-Verlag. Deshalb gelingt es ihm, mit wenig Zeichnung viel Inhalt rüberzubringen. Sein Strich ist minimalistisch und die Physiognomie seine Figuren knapp umrissen, die Inhalte sind raffiniert und haben delikaten Witz. Die für Wien typische Melancholie prägt auch das Werk des Preisträgers. Seine Figuren scheinen fast metaphysisch verloren in der Welt zu stehen und dort stehen sie, gemäß dem Motto: Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

Die Jury des Wilhelm-Busch-Preises 2026 zeichnet mit Nicolas Mahler einen Künstler aus, der nicht nur großartige Comics liefert, sondern auch den harten Weg eines Genres gegangen ist und zu dessen öffentlicher Aufwertung beigetragen hat. Seit Jahren hält die neunte Kunst ganz verdient Einzug in die Feuilletons, Museen, Literaturhäuser und Bibliotheken der Welt. Mit Nicolas Mahler wird ein Comiczeichner geehrt, der mit seinem reduzierten Zeichenstil, seinem tiefschwarzen trockenen Humor und mit uneitlem Witz den Lauf der Welt begleitet. Dass er als erster österreichischer Wilhelm-Busch-Preisträger aus dem Kernland der Ironie kommt, ist auch eine Aufwertung des Preises selbst.

Mahlers Comics und Cartoons erschienen in Zeitungen und Magazinen wie Die Zeit, NZZ am Sonntag, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und in der Titanic. Der Künstler erhielt für sein umfassendes Werk mehrere Auszeichnungen, so u.a. 2010 den Max und Moritz-Preis als »Bester deutschsprachiger Comic-Künstler«, 2015 den Preis der Literaturhäuser und 2019 den Sondermann-Preis. Seit 2024 ist Mahler künstlerischer Leiter der Schule für Dichtung in Wien, wo er auch lebt und arbeitet.

 

Bibliografie (Auswahl)

Cartoon-Sammlungen

  • Das Unbehagen. Humor-Zeichnungen. Edition Moderne, Zürich 2005
  • Die Herrenwitz-Variationen. Edition Moderne, Zürich 2008
  • Was fehlt uns denn? Edition Moderne, Zürich 2011
  • Mein Therapeut ist ein Psycho. Edition Moderne, Zürich 2013
  • Die Smalltalkhölle. Edition Moderne, Zürich 2014
  • Der Urknall. Edition Moderne, Zürich 2015
  • In Zukunft werden wir alle alt aussehen. Edition Moderne, Zürich 2017
  • Wir müssen reden. Edition Moderne, Zürich 2019

Comics

  • TNT: Eine Boxerstory
  • Lone racer. 1999 (Franz. Erstausgabe L’Association; engl. bei Top Shelf 2006; dt. bei Reprodukt 2012)
  • Lame ryder. 2001
  • Das Raupenbuch. Edition 52, 2002, 20 S.
  • Kratochvil. Edition Selene, Wien 2004
  • Die Zumutungen der Moderne. Reprodukt, Berlin 2007
  • Van Helsing macht blau. 2008 (deutsche Fassung von Van Helsing’s Night Off)
  • Längen und Kürzen. Luftschacht, Wien 2009
  • SPAM. Reprodukt, Berlin 2009
  • Engelmann: Der gefallene Engel. Carlsen Verlag, Hamburg 2010
  • Pornografie und Selbstmord. Reprodukt, Berlin 2010
  • Franz Kafkas nonstop Lachmaschine. Reprodukt, Berlin 2014
  • Partyspaß mit Kant. Suhrkamp, Berlin 2015
  • Das kleine Einschlafbuch für Große. Suhrkamp, Berlin 2016
  • Die Goldgruber-Chroniken. Reprodukt, Berlin 2017
  • Das Ritual. Reprodukt, Berlin 2018
  • Der Fremde. Carlsen, Hamburg 2018
  • Das kleine Überlebens-ABC. Suhrkamp, Berlin 2018
  • Thomas Bernhard. Die unkorrekte Biografie. Suhrkamp, Berlin 2021
  • Schwarze Spiegel. Suhrkamp, Berlin 2021
  • Nachtgestalten (zusammen mit Jaroslav Rudiš). Luchterhand, München 2021
  • Akira Kurosawa und der meditierende Frosch. Reprodukt, Berlin 2023
  • Kafka für Boshafte, Insel Verlag, Berlin 2023
  • Komplett Kafka, Suhrkamp, Berlin 2023

Flaschko

  • Flaschko, der Mann in der Heizdecke. Dämon Damenlikör. 2002
  • Flaschko, der Mann in der Heizdecke. Die Staublunge. 2007
  • Flaschko, der Mann in der Heizdecke. Die Müllsekte. 2009

Illustrationen

  • Die kleine Unbildung. Liessmann für Analphabeten (mit Konrad Paul Liessmann). Zsolnay, Wien 2018
  • Romy Schneider: Alle Filme, gezeichnet von Mahler, BTB, Berlin 2022

Literatur-Adaptionen

  • Alte Meister. Komödie von Thomas Bernhard, Andreas Platthaus (Hrsg.): Suhrkamp, Berlin 2011
  • Der Mann ohne Eigenschaften. Graphic Novel nach Robert Musil. Suhrkamp, Berlin 2013
  • Alice in Sussex. Suhrkamp 2013
  • Lulu und das schwarze Quadrat. Suhrkamp, Berlin 2014
  • Comic-Adaption nach Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Suhrkamp, Berlin 2017
  • Ulysses. Suhrkamp, Berlin 2020
  • Nicolas Mahler, James Joyce: Finnegans Wake (Reihe mini kuš! Nr. 92). Grafiskie stāsti, Riga 2020

Lyrik (mit Illustrationen)

  • Gedichte. Mit einem Nachwort von Raimund Fellinger (= Insel-Bücherei. 1385). Insel Verlag, Berlin 2013
  • Dachbodenfund. Gedichte. Luftschacht Verlag, Wien 2015
  • In der Isolierzelle. Gedichte. Luftschacht Verlag, Wien 2017
  • Solar Plexy. Gedichte. Luftschacht Verlag, Wien 2018

 

Die Jury des Wilhelm-Busch-Preises:
Dr. Eva-Jandl Jörg, Direktorin, Museum Wilhelm Busch – Dt. Museum für Karikatur und Zeichenkunst, Hannover
Martin Jurgeit, Comic-Fachjournalist, u. a. für „buchreport“ und „Der Tagesspiegel“
Tillman Prüfer, stellv. Chefredakteur, ZEIT Magazin, Hamburg
Martin Sonntag, Direktor, Caricatura Museum, Frankfurt

 

Nicolas Mahler (Fotograf: Nils Kahlefendt)
Selbstporträt Nicolas Mahler (Nicolas Mahler)

Kulturpreis 2026

Kulturpreis 2026

Kulturpreis des Landkreises Schaumburg 2026 wird passend zur LAGA zum Thema „Landschaft“ vergeben

Seit 1998 vergibt der Landkreis Schaumburg in Zusammenarbeit mit der Schaumburger Landschaft in lockerer Folge einen Kulturpreis, um Kunst und Kultur in der Region zu fördern. Der Kulturpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Stiftung Sparkasse Schaumburg unterstützt. 2026 wird der Kulturpreis zum Wirken für und in der Landschaft im Sinne der Heimatpflege vergeben.

Die Erste Kreisrätin des Landkreises Schaumburg, Andrea Stüdemann, und die Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft, Dr. Lu Seegers, freuen sich, dass der Kulturpreis im Zeichen der Landesgartenschau in Bad Nenndorf zu dem wichtigen Themenfeld der „Landschaft“ vergeben werden kann. „Landschaft“ prägt die Menschen im Schaumburger Land und zugleich prägen wir tagtäglich die uns umgebende „Landschaft“.

Der Kulturpreis „Landschaft“ wird als Anerkennung für Verdienste um die Erhaltung und Gestaltung von Landschaft im Schaumburger Land vergeben. Ausgezeichnet wird die persönliche Initiative zur Erhaltung und Gestaltung von Landschaft im Sinne der Heimatpflege, in der sowohl die Schönheit der Natur als auch das vielfältige Wirken von Menschen für Flora und Fauna sichtbar wird. Die Initiative kann vor allem im vermittelnden oder pädagogischen Bereich liegen, sie kann ein modernes Planungs- oder Nutzungskonzept für Garten oder Freiraum sein (aus den letzten drei Jahren), das auch Fragen des Klimawandels berücksichtigt. Ferner kann sie die Erfassung von Kul-turlandschaftselementen betreffen. Ausgezeichnet werden soll diejenige Initiative, die am überzeugendsten auf das vielfältige Zusammenwirken von Natur und Mensch in der Landschaft eingeht.

Dazu konnte eine hochkarätige Jury gewonnen werden, der die Landschaftsplanerin und Ökologin Prof. Dr. rer. hort. Christina von Haaren (Leibniz Universität Hannover), der Biologiedidaktiker Prof. Dr. Jorge Groß (Leibniz Universität Hannover), der Nachhaltigkeitswissenschaftler Simon Hein (Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung), der Diplombiologe Dr. Ansgar Hoppe (Naturpark Solling-Vogler) und der Diplom-Agraringenieur Florian Friedrich (Niedersächsischer Heimatbund) angehören.

Bewerben können sich noch bis zum 1. März 2026 private Eigentümerinnen und Eigentümer, Einzelpersonen, Initiativgruppen oder Vereine. Bewerberinnen und Bewerber haben zum Zeitpunkt der Bewerbung entweder ihren Hauptwohnsitz oder Vereinssitz im Landkreis Schaumburg oder sind durch Geburt, Leben oder kulturelles Wirken mit dem Landkreis Schaumburg verbunden. Einzureichen sind ein Konzept mit Textteil (maximal 10.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) und Fotografien in Form einer PDF-Datei sowie eine Beschreibung der jeweiligen Institution bzw. Vita der Be-werbenden.

Der Landkreis, die Schaumburger Landschaft und die Jury hoffen in Anbetracht der Offenheit der Ausschreibung auf viele interessante Bewerbungen für den Kulturpreis „Landschaft“. Die Preisverleihung findet am 22. Juni 2026 im Rahmen der LAGA26 in der Wandelhalle Bad Nenndorf statt.

Bewerbungen nimmt die Geschäftsstelle der Schaumburger Landschaft, Schlossplatz 5, 31675 Bückeburg, Tel.: 05722 9566-0 entgegen und steht für Fragen zur Verfügung.
E-Mail: info@schaumburgerlandschaft.de; www.schaumburgerlandschaft.de

 

Foto: Die Erste Kreisrätin des Landkreises Schaumburg, Andrea Stüdemann, und die Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft, Dr. Lu Seegers, vor der Süntelbuche am Kreishaus in Stadthagen.

 

polaroit

Live-Session des Musikprojekts pølaroit im Schloss Bückeburg

Das international bekannte elektronische Musikprojekt pølaroit der Schaumburger Jonas Gewald und Marius Lesemann realisierte gemeinsam mit dem klassisch-inspirierenden Canea Quartett (Hamburg) eine Live-Session im Festsaal des Schlosses Bückeburg. Dabei treffen klassische und elektronische Musik aufeinander und verschmelzen zu einem einzigartigen Klangerlebnis: „A cinematic blend of electronic melanchony and organic strings. Somewhere between ambient textures, melodic techno and minimalism“.
Die Schaumburger Landschaft förderte das Projekt.

 

Setlist:
00:00 pølaroit & Abbott x Canea Quartett – Where The Waves Fade
03:48 pølaroit x Canea Quartett – A Thread
06:58 pølaroit x Canea Quartett – Shard
10:45 pølaroit x Canea Quartett – Salt
16:43 pølaroit & Abbott x Canea Quartett – Clouds
18:59 pølaroit & Abbott x Canea Quartett – To Drift : To Say