Plattdeutscher Tag 2022

Plattdeutscher Tag 2022

Plattdeutscher Tag 2022

Der Plattdeutsche Tag findet am 28. August 2022 von 10 bis 16 Uhr im und um das Gemeindehaus der St. Dionysius-Kirche in Lindhorst statt. Es erwartet Sie ein buntes Programm rund um die plattdeutsche Sprache.

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Tagung Kurorte in der Region

Tagung: Kurorte in der Region. Gesellschaftliche Praxis, kulturelle Repräsentationen und Gesundheitskonzepte vom 18. bis 21. Jahrhundert
Wandelhalle Bad Nenndorf, 22./23. September 2022

Seit ihrer Etablierung im 18. Jahrhundert waren und sind Kurorte Zentren des Gesundheitstourismus und wichtige Wirtschaftsfaktoren in der Region. Zugleich stellen sie bis in die Gegenwart in vielfacher Hinsicht Kristallisationspunkte von Politik, Gesellschaft und Kultur dar. Schließlich stehen Kurorte, die ja auch selbst zumeist Kleinstädte sind, in zumeist ländlichem Umfeld im Spannungsfeld von Kooperation und Konkurrenz. Mit der oben genannten Tagung, die die Schaumburger Landschaft gemeinsam mit dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, der Leibniz Universität Hannover und dem Niedersächsischen Landesarchiv organisiert hat, sollen (gesundheits-) politische, wirtschafts-, sozial- und kulturgeschichtliche Aspekte erstmals verknüpft werden. Dazu ist es gelungen, namhafte Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland als Referentinnen und Referenten zu gewinnen. 

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UrSolar gewinnt Plattsounds-Finale in Stadthagen

„Lust“ op Platt – UrSolar gewinnt Plattsounds-Finale in Stadthagen

Der Song „Lust“ wurde von der Jury zum besten plattdeutschen Lied des Jahres 2021 gekürt. Die Sieger aus Hannover erhalten 1.500 Euro. Elf Bands aus ganz Niedersachsen spielten vor begeistertem Publikum – fast 900 Zuschauer im Livestream.

Die Band UrSolar aus Hannover hat das Finale des Plattsounds Bandcontests im Kulturzentrum Alte Polizei in Stadthagen gewonnen und darf sich über 1.500 Euro Preisgeld freuen. „Fassungslos. Das ist ein unfassbar geiler Erfolg, mit dem wir heute nicht gerechnet haben, um ehrlich zu sein!“, sagte Gitarristin Natalie Palsa. „Obwohl niemand von uns platt spricht, ist es schön, dass die Leute gemerkt haben, wie dolle wir Bock auf den Song und den Contest hatten. Und dass wir dies authentisch zeigen konnten.“ Auch die anderen Teilnehmer*innen haben UrSolar imponiert. „Respekt vor den Mitbewerber*innen. Alle waren super. So viel Abwechslung, einfach genial!“

Vor rund 100 Besuchern in der Alten Polizei in Stadthagen und fast 900 Zuschauern im Livestream begeisterte die Band mit ihrem Song, der damit nun zum besten plattdeutschen Lied des Jahres gekürt wurde. „Die Siegerband macht ‚Lust‘ op Platt. Und so heißt auch der Titel, mit dem UrSolar sich in unser Herz gespielt hat“, sagte Jurorin Denise M’Baye. „Wenn sich Gefühl mit Humor und Charisma paart. Dann möchte man diesen Song mit Ohrwurmpotential mitsingen. ‚Man ik föhl dat in mien Bost, ik heff Lust.’“ Insgesamt traten elf Bands im Rennen um den Titel an und spielten jeweils einen Song aus den Genres Rock, Pop, Indie, Punk und Singer-Songwriter.

1.100 Euro Preisgeld sicherten sich Martens & Talea aus Emden und Großheide mit dem 2. Platz auf dem Siegertreppchen. Ihr Song „Bidder Enn“ überzeugte sowohl Jury als auch Publikum. Das Duo hatte sich extra für den Contest zusammengetan. „Meine Erfahrung und ihr Charme und ihre Stimme“, sagte Sven Martens, „das hat den Song rund gemacht.“

Auf dem dritten Platz landeten Stepdragon aus Bad Bevensen und nehmen dafür 800 Euro mit nach Hause.

Bereits vor dem Contest konnte im Internet via Online-Voting über den Publikums-Liebling abgestimmt werden. Martens & Talea konnten auch hier die meisten Plattdeutsch-Fans begeistern und gewannen damit 300 Euro Preisgeld. „Ich bedanke mich bei jedem Einzelnen, der abgestimmt hat“, sagte die erst 12-Jährige Talea Grensemann. „Ich kann es noch gar nicht glauben.“

Die Jury hatte es nicht leicht, unter den zahlreichen hochwertigen und spannenden Beiträgen die Sieger zu ermitteln. Denise M’Baye (Sängerin/Schauspielerin), Jakobus Durstewitz (Musiker/Sänger bei JaKönigJa), Ilka Brüggemann (NDR 1) und Stefan Meyer (Oldenburgische Landschaft) wählten aber schließlich den Song „Lust“ zum besten plattdeutschen Lied des Jahres. „Plattsounds heet bi gode Luun veel Pläseer maakt un weer wies maakt, dat jung Musikers ehr Geföhlen un Gedanken up Platt best utdrücken köönt“, sagte Juror Stefan Meyer.

Dem kann sich Lu Seegers, die Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft, die 2020 und 2021 den Bandcontest ausgerichtet hat, nur anschließen: „Wir sind froh und glücklich, dass Plattsounds in diesem Jahr trotz der schwierigen Bedingungen live stattfinden konnte. Es ist wunderbar, dass die plattdeut­sche Sprache so lebendig ist und junge Menschen sie lieben: Platt macht einfach im wahrsten Sinne einen wunderbaren Sound“.

Plattsounds ist ein Kooperationsprojekt von acht Landschaften und Landschaftsverbänden aus Nieder­sachsen, die den Wettbewerb im Rahmen der Kampagne „Platt is cool“ (www.platt-is-cool.de) umsetzen. Im Jahr 2021 war die Schaumburger Landschaft der Veranstalter.

Neuerscheinung: Geschichte Schaumburgs in 30 Objekten

Neuerscheinung: Geschichte Schaumburgs in 30 Objekten

Dinge und Gegenstände aus alter Zeit sind faszinierend. Sie binden unsere Erinnerungen und prägen unsere Identität. Es sind die materiellen Hinterlassenschaften, in denen die Geschichte greifbare Gestalt annimmt und physisch präsent wird.

Ein Kupferbeil aus Steinbergen, eine traditionelle Hochzeitstracht aus Lindhorst oder die leichteste Bierflasche der Welt aus Obernkirchen: Anhand von 30 ungewöhnlichen historischen Objekten aus verschiedenen Museen Schaumburgs erzählt dieses Buch die Geschichte des Schaumburger Landes – von der Steinzeit bis in die Gegenwart. So weit der historische Bogen gespannt wird, so unterschiedlich sind die Dinge: Sensationelle archäologische Funde wechseln mit Alltagsobjekten, Hoheitszeichen mit persönlichen Gegenständen, jahrhundertealte Kunstschätze mit Relikten der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ab. Die Objekte stammen zum größten Teil aus heimischen Museen und Archiven und wurden von dem Fotografen Jürgen Herschelmann effektvoll in Szene gesetzt.

Inspiriert von der bahnbrechenden »Geschichte der Welt in 100 Objekten« (2011) von Neil McGregor beschreiben die versammelten Artikel nicht nur die Beschaffenheit und Herkunft der einzelnen Gegenstände. Denn die Objekte tragen die Geschichte nicht nur in sich, die Autorinnen und Autoren machen sie lebendig und erzählen anschaulich von der Kultur, aus der sie stammen, von den Kriegen und Konflikten, die zu ihrer Zeit ausgefochten wurden, von den Menschen, denen sie einst gehörten.

Insofern eignet sich der Band gut als Überblick: Er wendet sich an ein breites Publikum, das keine enzyklopädische Vollständigkeit sucht, sondern auf originelle und unterhaltsame Weise in die Schaumburger Geschichte eingeführt werden möchte.