Plattdeutscher Tag 2022

Plattdeutscher Tag 2022

Plattdeutscher Tag 2022

Der Plattdeutsche Tag fand am 28. August 2022 von 10 bis 16 Uhr im und um das Gemeindehaus der St. Dionysius-Kirche in Lindhorst statt. Es wurde ein buntes Programm rund um die  plattdeutsche Sprache geboten.

Download Programm

Quellen und Bäche

Broschüre Quellen und Bäche im Schaumburger Land

Der Wassermangel der vergangenen heißen Sommer hat vielerorts Bächer und Gewässer austrocknen lassen, die eine wichtige Funktion hatten und haben, sei es etwa früher zum Betrieb von Mühlen oder heute zur Versorgung von Flora, Fauna und Mensch. Umso mehr stellt sich die Frage, woher die Gewässer des Schaumburger Landes überhaupt kommen. Sven Benkhardt, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Spurensuche der Schaumburger Landschaft, und Cornelia Künzel, Lehrerin im Ruhestand, haben deshalb mit weiteren Autorinnen und Autoren eine Publikation erstellt, die einen Überblick über die Quellen sowie die von ihnen gespeisten Bäche im Schaumburger Land gibt und zugleich deren kulturgeschichtliche Bedeutung erläutert.

Auf 42 reich bebilderten Seiten beschreiben die Beiträge ganz unterschiedliche Typen von Quellen: Neben den Heilquellen der Kurorte Bad Eilsen und Bad Nenndorf werden Waldquellen wie die Blutbachquelle am Hohenstein oder die Bornauquelle am Kamm des Bückebergs vorgestellt. Während diese Quellen sichtbar sind, gibt es auch gedeckelte Quellen wie z.B. an der Bückeburger Aue, die man ohne Informationstafel kaum finden kann. Deutschlandweit bekannt ist hingegen die Extaler Quelle, die in der Nähe des Oberen Eisenhammers in Exten sprudelt. Richard Hartinger erschloss die Quelle in den 1970er Jahren für kommerzielle Zwecke. Heute gehört das Unternehmen Extaler Mineralquell zu den zehn größten Herstellern nichtalkoholischer Getränke in Europa.

Durch ein eigenes Quellhäuschen besonders gut sichtbar, aber heutzutage ohne Nutzung ist die Rodenberger Quelle. Vor über 350 Jahren plätscherte in Rodenberg diese warme, eisenhaltige Quelle, von der die Menschen Heilung von Gicht und anderen Beschwerden erhofften. Um sie herum entstand im 17. und 18. Jahrhundert eine parkähnliche Anlage mit Badehäusern und Irrgarten. Als die warme Quelle im Jahr 1804 versiegte, war dies ein schwerer Schlag für die Menschen in Rodenberg, die an den Kurgästen gut verdient hatten. Auch Stadthagen besaß im 18./19. Jahrhundert einen eigenen Gesundbrunnen, dessen Geschichte die Broschüre dokumentiert.

Sehr selten im Binnenland sind naturnahe Salzquellen wie die bei Wiedenbrügge, wo es viele seltene salztolerante Pflanzenarten wie etwa die Salzbinse gibt. Auch die Quellen südlich von Engern und Steinbergen haben eine einzigartige Flora mit großen Beständen des Riesenschachtelhalms hervorgebracht. Hier herrscht auch im Sommer aufgrund des hohen Feuchtegrads des Bodens eine angenehm kühle Luft.

Die Broschüre kann für 3 Euro in der Geschäftsstelle der Schaumburger Landschaft, bei der Info-Galerie Obernkirchen oder den Tourist-Informationen Stadthagen und Bückeburg erworben werden.

Plattsounds 2026

Plattsounds 2026

Plattdeutscher Pop, Rock, Hip Hop oder Reggae – der Bandcontest Plattsounds
kommt nach Schneverdingen

Plattsounds sucht das beste plattdeutsche Lied des Jahres 2026: Junge Bands und Solo-Künstler*innen aus ganz Niedersachsen sind ab sofort eingeladen, sich mit einem selbst geschriebenen Song für den plattdeutschen Bandcontest zu bewerben. Einsendeschluss ist der 15. September 2026. Im großen Finale kürt eine Jury den Sieger oder die Siegerin – zu gewinnen gibt es Preisgelder, Trophäen und den Titel „Bestes plattdeutsches Lied des Jahres“.

Die 16. Ausgabe von Plattsounds findet am 7. November 2026 in Schneverdingen statt. Das Publikum in der Alten Schlachterei, dem Kulturhaus des Kulturvereins Schneverdingen, kann sich beim Finale auf plattdeutschen Pop, Rock, Punk, Metal, Rap oder Reggae von zehn Bands im Wettbewerb freuen.

Teilnehmen können Musiker*innen zwischen 15 und 30 Jahren – Kenntnisse des Plattdeutschen sind aber keine Voraussetzung. Das Organisationsteam unterstützt die Nachwuchstalente bei der Übersetzung und Aussprache. Ziel des Wettbewerbs ist es, jungen Künstler*innen die Möglichkeit zu geben, mit Plattdeutsch zu experimentieren und
sich mit der Regionalsprache kreativ auszuprobieren. Da sich das Projekt explizit nicht nur an Muttersprachler*innen wendet, verfügen die meisten teilnehmenden Bands über geringe oder keine Kenntnisse des Plattdeutschen.
„Bereits seit 16 Jahren begeistert der Bandcontest die Menschen in Niedersachsen mit junger Musik auf Platt“, sagt Anne Denecke, Geschäftsführerin des Lüneburgischen Landschaftsverbands e.V., in diesem Jahr Ausrichter von Plattsounds. „Wir freuen uns, diesen besonderen, landesweiten Platt-Grand-Prix nach Schneverdingen zu bringen.“
Für die ersten drei Plätze werden Preisgelder in Höhe von 1.000 Euro, 600 Euro und 300 Euro vergeben. Der Publikumspreis ist mit 300 Euro dotiert.

Der Plattsounds Bandwettbewerb ist ein Kooperationsprojekt von neun Landschaften und Landschaftsverbänden aus Niedersachsen. Finanziert wird das Projekt aus den übertragenen Mitteln des Landes zur regionalen Kulturförderung.
Nachwuchsbands können sich unter folgender Adresse für Plattsounds bewerben:
https://www.plattsounds.de/mitmachen/

Foto: Rice of Jesus, Gewinner des Plattsounds-Wettbewerb 2025 © Angela von Brill