Fundmeldungen

Bodenfunde, wie beispielsweise Keramikscherben, Steinbeile oder Metallobjekte, sind nach § 14 Abs. 1 des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes (NDSchG) meldepflichtig. Wer aus eigenen oder geerbten Sammlungen archäologische Objekte besitzt oder solche neu findet, muss diese bei der Kommunalarchäologie oder einem der ehrenamtlichen Beauftragten melden. Das Hauptinteresse der Kommunalarchäologie besteht darin, den Katalog aller Fundstellen zu vervollständigen und zu erweitern. Von den Funden werden eine schriftliche Bestandsaufnahme, Fotos und eventuell Zeichnungen angefertigt. Anschließend werden die Funde zurückgegeben.

Jeden Donnerstag in der Zeit von 16:00 bis 18:00 Uhr wird in der Kommunalarchäologie eine Fundberatung angeboten. Eine vorherige Anmeldung ist zwingend notwendig und kann telefonisch (05722 9566-15) oder per E-Mail ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) erfolgen.

Im Zweifelsfall, ob ein archäologischer Fund vorliegt, können zur ersten Einschätzung vorab digitale Fotos davon per E-Mail an die Kommunalarchäologie verschickt werden. Legen Sie dabei möglichst einen Maßstab (Lineal, Zollstock, Münze, etc.) neben den Fund. Wichtig ist es, zu jedem Fund den Fundort auf einer Karte, aber besser noch per GPS-Koordinaten, festzuhalten und dem Objekt beizulegen, um die Herkunft nachvollziehbar zu machen. Funde ohne Angabe eines Fundortes haben nur noch eine geringe Aussagekraft.


Funde aus Nienburg, Schaumburg und Hameln, 

die der Kommunalarchäologie gemeldet wurden

Die Bildergalerie öffnet sich per Mausklick:

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Fundmeldungen oder Fundübergaben können für die Stadt und den Landkreis Nienburg auch an das Museum Nienburg erfolgen (Dr. Kristina Nowak-Klimscha), für Hameln an das Museum Hameln (Stefan Daberkow). In Schaumburg betreut das Museum Eulenburg in Rinteln die archäologische Sammlung des Landkreises, angeschlossen ist hier auch der Arbeitskreis Archäologie, der sich regelmäßig zum Austausch und zur Planung von Projekten trifft.

 

Metalldetektor

Der Einsatz eines Metalldetektors bei der Suche nach Kulturdenkmalen ist ohne Genehmigung verboten! Eine Genehmigung ist bei der jeweiligen Unteren Denkmalschutzbehörde der Landkreise oder Städte zu beantragen. Für erste Anfragen und bei Funden ist die Kommunalarchäologie Ansprechpartner. Voraussetzung für eine Genehmigung ist die Teilnahme an einer Schulung (Zertifizierung) durch das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege.

In Wäldern, auf Wiesen und Weiden, auf Burgen, geschützten Kulturdenkmalen und dergleichen ist der Einsatz von Metalldetektoren und das Graben nach archäologischen Funden grundsätzlich untersagt!