Jungsteinzeit

Erdwerk Müsleringen (2009–2012)

Eine für diese Region außergewöhnliche Anlage ist das Erdwerk von Müsleringen aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. Die aneinander gereihten Grabensegmente umfassen eine mindestens 2,5 ha große Anlage, die sich bereits in Luftbildern und der Geomagnetik abzeichnete. Die Uni Hamburg (Prof. Ramminger) hat 2011 und 2012 in Lehrgrabungen Grabenköpfe freigelegt, in denen sich Keramik der Michelsberger und/oder Trichterbecherkultur fand. Ebenso kam als herausragender Fund ein vollständiger Mahlstein zutage, der als Opfer zu deuten ist. Spuren von rituellen Handlungen finden sich in solchen Anlagen auch andernorts, so dass eine kultische Bedeutung des Erdwerkes auch in Müsleringen nahe liegt. Im Zuge der Aufarbeitung der Grabungseregbnisse wird auch das Siedlungsumfeld in der Jungsteinzeit erkundet.

Grabungssituationen am Erdwerk Müsleringen 2011